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Leserbrief an "Frankfurter Rundschau"

"3 Mio. € für Kirchentag 2021"

Man plant vorausschauend: Die Stadt Frankfurt will den evangelischen Kirchentag 2021 mit 3 Mio. € unterstützen. Dazu die Fakten: Die Schulden der Stadt belaufen sich auf ca. 1,5 Mrd. €; es werden ca. 100.000 Besucher bei der Veranstaltung erwartet, das heißt, jeder Besucher erhält 30,- €; der Anteil an evangelischen Bürgern in Frankfurt beträgt ca. 21%.

Das bedeutet, dass ca. 79% dieser 3 Mio., also etwa 2,37 Mio. € von Menschen getragen werden, die mit der ev. Kirche nichts zu tun haben. Das empfinde ich als eine nicht legitimierte Verschleuderung von Steuergelder. Es ist absurd, zumal die ev. Kirche keine arme Kirche ist. Wann endlich kommen wir mit der Trennung von Staat und Kirche einmal ein Stück weiter? Die Rechnung von dem vielen Geld, welches die Besucher in der Stadt lassen ist bekanntermaßen gerade bei den Kirchentagen eine Milchmädchenrechnung. Also sollte man es wie sonst halten: Derjenige, der bestellt, zahlt die Rechnung. Übrigens: Kirchentage sind selbstverständlich völlig ok, solange diese vom Veranstalter selbst bezahlt werden. Man kann nur hoffen, dass Magistrat und Stadtparlament noch rechtzeitig zur Einsicht kommen. Weiteres kann man hier nachlesen, da es sich um ein bundesweites Problem handelt: http://www.11tes-gebot.de"

Alexander von der Nahmer

Leserbrief, veröffentlicht in der Frankfurter Rundschau vom 16. März 2016
 

By thorstenadmin
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